Startups in der Buchstabensuppe

Spiegel Online hat kürzlich taufrisch, live und in Farbe einen Bericht aus dem Silicon Valley präsentiert. Zwar stammt der Bericht doch eigentlich aus New York, aber das liegt zumindest näher am Silicon Valley als Hamburg, deshalb lassen wir das gelten.

Was Spiegel Online nun schreibt, klingt verdrieslich. Auf Basis einiger skurriler Startups mit ungemein skurrilen Geschäftsideen wird das vielgerühmte Platzen der nächsten äh jetzigen Blase prognostiziert.

Aus den Namen der Startups auf den Zustand der Geschäftswelt zu schließen, erscheint zumindest mutig, wenn nicht etwas an den berühmten Haaren herbeigezogen. Auch den entsprechenden US Medien sehen das etwas differenzierter (siehe WSJ und TechCrunch). Denn über die Geschäftsmodelle der Startups lässt sich der Artikel nur nebensächlich aus. Aber egal. Warum der Artikel in dem Ressort Wirtschaft erscheint, wo doch kaum über Wirtschaft gesprochen wird, bleibt ebenfalls schleierhaft. Aber genug gelästert, wir sind ja auch nicht perfekt 😉

Was uns an dem Artikel fröhlich stimmt, ist die Tatsache, dass es letztlich rund um das Thema Namen und somit um Sprache dreht. Na bitte, es geht doch.

Die Phantasienamen der neuen Startup-Generation klingen “wie eine Kreuzung aus Babysprache, Scat-Gesang und dem Landungsgruß von Außerirdischen.” Gut, das verwundert nicht bei Namen wie Abazab, Wakoopa, Frengo, Qumana, Qoosa, Tagtooga oder Tendango. Der Artikel bietet sogar einen Namensgenerator an, an dem man seinen eigenen Firmennamen am einarmigen Banditen zusammenwürfeln kann. Nicht übel.

Nun kommen wir aber endlich zum Höhepunkt. Quintessenz der ganzen Namensdiskussion ist die Tatsache, dass ein Firmenname “kurz, simpel, einfach zu buchstabieren” sein muss. So wie … hm … lass mich kurz überlegen… äh … ja, genau: bab.la

Jackpot, Volltreffer, Bingo – wir haben also alles richtig gemacht. 🙂

Soviel für den Moment,

Thomas

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