Toki Pona und die verrückte Welt der Sprachen

Frisch eingetroffen aus der Welt der Sprachen, jetzt schon im bab.la blog:

Die Los Angeles Times berichtete kürzlich von einer Dame aus Toronto, die eine eigene Sprache namens Toki Pona erfunden habe. Nun, wird man sich denken, wenn es der Dame Spaß bereitet… und außerdem gibt es schlimmere Dinge, seine Freizeit zu verbringen, z.B. im Biergarten, in der Kneipe usw. Naja, egal.

Jedenfalls wird die Geschichte so richtig spannend, wenn man feststellt, dass es sich nicht um eine einmalige Aktion handelt: Laut Langmaker.com gibt es insgesamt 1.902 selbst kreierte Sprachen von mehr als 1.000 Erfindern. Verrückt. Da ist sozusagen für jeden etwas dabei, von Bukhstav bis Lagogny. Ein echter “Babel-esque boom of new languages” also.

Kommen wir zurück zu Toki Pona. Toki Pona heißt übersetzt “die gute Sprache” und hat nur 120 Wörter. Wie praktisch. Deutschland heißt zum Beispiel “ma Tosi”. Klingt wie das neue Pokemon.

Das Schöne an der eigenen Sprache ist außerdem, dass man sich die Welt so gestalten kann, wie man sie gerne hätte. So gibt es in Toki Pona deutlich mehr Wörter über das eine (na was wohl?) als über alle weiteren Themen. Außerdem dürfen politische Parolen natürlich nicht fehlen: “nasin mami li ike – capitalism is negative”. Aha.

Fazit: Wieder etwas gelernt. Trotzdem werden wir Toki Pona erst einmal nicht in unser Wörterbuch aufnehmen.

Soviel für den Moment.

Thomas

{ Comments are closed! }