McEntenfuß, Zigarettenpolizei & gehirnblond: bab.las Wort des Monats März

Was wäre die deutsche Sprache ohne monatliche Neuwortschöpfungen?

Daher ist es wieder Zeit für bab.las Wort des Monats. Bevor wir die Wortakrobaten des März betrachten, gilt es noch, das Wort des Monats Februar bekannt zu geben. Wir hatten Euch ja gebeten, unter Wellness-Wahn, Pfushi, Recruitainment & Co. Euren Favoriten zu wählen. Gewonnen hat mit sozialistischer Mehrheit von 99,99% der abgegebenen Stimmen: Pfushi. Herzlichen Glückwunsch.

So, kommen wir zum März. Folgende Kandidaten drängen sich für den heißbegehrten Titel auf:

In den Kandidaten spiegeln sich (natürlich) die großen Themen des Monats, also Rauchen, Streiken,

1. McEntenfuß. Die Globalisierung fängt beim Essen an. Ein Fast-Food Unternehmen überrennt China und passt sich an regionale Vorlieben an, um den Markt aufzurollen…

2. Der Erzwingungsstreikplan. Wieder einmal eine Wortschöpfung zum allseits beliebten Thema Streik. Nach Lokführern, Ärzten, Bundesbediensteten, Post nun auch die öffentlich Beschäftigten in Bochum. Zur Durchsetzung der Forderungen soll der Erzwingungsstreikplan es richten. Wir fragen uns: Warum streikt eigentlich auch das Wetter und enthält uns immer noch den Frühling vor?

3. Die Zigarettenpolizei. Natürlich. Jetzt auch noch die Zigarettenpolizei. Das Thema Rauchen ist mindestens genauso brisant wie das Thema Streik. Wobei: Streiken und Rauchen (ist ja beides vor der Tür) lassen sich eigentlich gut kombinieren. Ob es da eine Kausalität gibt? Oder zumindest eine Korrelation? Dieser Zusammenhang schreit geradezu nach einer intensiven wissenschaftlichen Untersuchung…

4. Der Rentenlückenrechner. Noch so ein Dauerbrenner: Die Rente. Nun gibt es nach dem Abgabenrechner und dem Glatzenrechner auch den Rentenlückenrechner. Eine gute Erfindung. Die entscheidende Frage ist: Will man das wirklich so genau wissen? Außerdem hätte ich gerne noch zusätzlich einen “Wann wird der 1. FC Köln wieder Deutscher Meister (rein statistisch gesehen)”-Rechner. Har har.

5. ypsilantieren. Wenn wir bei Rente sind, sind wir auch bei Politik. Und somit schnell bei Landespolitik, Stichwort “Hessen”. Dazu haben wir eine böse Wortschöpfung gefunden. Aua. Übrigens: Schöpfer des Wortes ist ein Landtagsmitglied der sächsischen SPD. Wirklich? Wirklich!

6. das Zettabyte. Willkommen in der Zukunft. Es gilt das altbekannte Motto “höher, schneller, weiter” und natürlich: GRÖSSER. Fangen wir klein an: 1000 Byte sind 1 Kilobyte. 1000 Kilobyte sind ein Megabyte. 1000 Megabyte sind ein Gigabyte. 1000 Gigabyte sind ein Terabyte. 1000 Terabyte sind ein Petabyte. 1000 Petabyte sind ein Exabyte. und 1000 Exabyte sind.. ein Zettabyte, jawohl. Das bedeutet im Umkehrschluss: Ein Zettabyte sind äh äh äh – ganz ganz viele Bytes. 🙂

7. das Dönerballungszentrum. In regelmäßigen Abständen rollt eine Gammelfleischwelle durch unser schönes Land. In diesem Zusammenhang sind wir auch über diese schöne Wortkreation gestolpert. Meine erste Assoziation war allerdings: Dönerballungszentrum – die neue Image-Kampagner für Berlin? 🙂 (Jetzt keine bösen Emails bitte, ich wohne selbst in Berlin, aber der Begriff “Dönerballungszentrum” beschreibt z.B. den Rosenthaler Platz ziemlich treffend.)

8. gehirnblond. Gefunden in den Tiefen des Netzes. Ohne weitere Kommentare. Außerdem böse. Und billig. Und nicht aktuell. (Aber lustig).

Wort des Monats wird nach Abstimmung in den heiligen Hallen bab.las: ypsilantieren.

Wir gratulieren – bis zum nächsten Monat,

Thomas

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