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Sind wir nicht alle ein bisschen Schwarzfahrer?

Miss Verständnis ist wieder in eigener Mission unterwegs, und zwar als “Schwarzfahrer”. Wer noch nicht den RSS-Feed bei Miss-Verständnis abonniert hat, sollte sich schleunigst das Video hier reinziehen.

Andreas

Finanzsoufflé und Schlussverräter

So, wir verwurschteln jetzt mal eine ganze Reihe an Themen zu einem einzigen Blogbeitrag. Mal sehen, ob das klappt.

Eigentlich wollte ich einen schönen Kommentar zum hochoffiziellen Wort des Jahres schreiben, welches neulich von der “Gesellschaft für deutsche Sprache” (GfdS – eine Abkürzung, die man unbedingt wissen muss… 🙂 ) gekürt worden ist. Dann erreichte mich soeben die Nachricht, dass das Unwort des Jahres auch bereits gekürt worden ist; außerdem fehlt uns immer noch bab.las Wort des Monats Dezember und natürlich unser eigenes Wort des Jahres. Wenn die GfdS das kann, können wir das schon lange. Bäh! 🙂

Lasset die Spiele beginnen! Fangen wir also an:

Die GZSZ äh GfdS hat das böse Wort “Klimakatastrophe” zum Wort des Jahres gekürt. Das ist zum einen doof, weil es ein permanent schlechtes Gewissen verursacht. Sollte ich noch fliegen? Sollte ich die Heizung noch anschalten? Brauche ich wirklich Licht im Büro? Zum anderen ist dieses Wortungetüm aus meiner Sicht eher ein Kandidat für das Unwort des Jahres, aber egal. Mich hat ja keiner gefragt. Komisch eigentlich…

Heute also hat eine Gruppe von Sprachwissenschaftlern (übrigens ein Spin-Off der GfdS; man hat sich irgendwann zerstritten… worüber? Über das Unwort des Jahres 1994, kein Scherz!) das Unwort des Jahres gekürt. Unter den Kandidaten wie “klimaneutral”, und “Bundestrojaner” setzte sich letzlich die “Herdprämie” durch. Soso… Damit spannen wir nun den Bogen zur Mutter aller Sprachen, nämlich bab.la. 🙂

Die Herdprämie war nämlich auch einer unserer ganz besonderen Lieblinge, zu finden in den Vorschlägen zum Wort des Monats August. Leider hat sich die Herdprämie aber nicht durchsetzen können, zumindest nicht bei uns (har har). Folgende Wörter des Monats haben wir bis dato gekürt: Schlussverräter (Juli), Hufeisennase (August), Pixelschubser (September), Kinderspitzel (Oktober), Streikmonster (November). Fehlt also noch der Dezember.

Der Dezember war ja eher mau und außerdem durch Weihnachten, Urlaub, Neujahr und gefühlte 15 Kilo Gewichtszunahme geprägt. Spontan habe ich lediglich zwei Wortvorschläge für den Dezember:

1. Finanzsoufflé. Eine wunderbare Beschreibung der Subprime-Krise, welche die Finanzwelt erschüttert. Kreiert / gefunden von unserem fleißigen Nutzer Gerhard. Besten Dank!

2. Erziehungscamp. Offenbar eine Mischung aus Knast und Dschungelcamp, oder so ähnlich. Furchtbares Wort.

Machen wir es nun kurz und schmerzhaft. Zwei Entscheidungen stehen an:

1. Das Wort des Monats Dezember lautet: Finanzsoufflé. Ein schönes Wort, sehr schmackhaft.

2. bab.las Wort des Jahres lautet: *** Trommelwirbel *** Schlussverräter. Gewählt durch die 99-köpfige bab.la Redaktion, bestehend aus allerlei Sprachwissenschaftlern, Journalisten, allen Parteien, den Kirchen, Verbänden, Gewerkschaften (insbes. Herrn Schell), der Bahn und der gesamten Öffentlichkeit. Habe ich jemanden vergessen?

Wir hätten es uns fast nicht nehmen lassen, bei Wikipedia zum Thema “Wort des Jahres” einen Verweis zu unserem Blogbeitrag zu platzieren. Schließlich ist unser Wort des Jahres mindestens genauso schön wie das Wort der GfdS. Wir sind ja auch so eine Art Spin-off…

Soviel für den Moment,

Thomas

Der rote Faden und Miss-Verständnis

Manchmal schwirren bei uns ein paar wirre Gedanken durch das Büro. Einen davon haben wir eingefangen und mal etwas konkretisiert. Heraus kommt (**Trommelwirbel**): Miss-Verständnis (zu finden unter www.miss-verstaendnis.com). Kate wird ab sofort über ihre Erfahrungen in Deutschland und die deutsche Sprache berichten. Meist in Videoform, natürlich kurz und knackig, immer aktuell, super-lustig, dramatisch, aufregend, … [OK, ich höre auf]. Hier ihr zweites Video, dass sie gedreht, geschnitten und live gestellt hat:

Alle Videos finden sich in ihrem Blog. Sie freut sich auch über neue Freunde auf Facebook, mySpace etc. (dafür hier klicken).
Einen schönen Start in die Woche!
Andreas

Neues Jahr, neues Glück – und: Neue Wortspender

Für diesen abgedroschenen Titel werfe ich mal kurz fünf Euro ins Phrasenschwein. Ok, erledigt.

Aber, aber… trotzdem beginnt das neue Jahr für einige bab.la Nutzer mit einer Überraschung. Wie jeden Monat haben wir auch im Dezember unter unseren registrierten Nutzern zehn famose Wortspender-T-Shirts verlost. Einzige Voraussetzung für die Teilnahme: Registrieren und mitmachen!

Die Wahlkampfkommission äh Lostrommel hat folgende Gewinner gezogen:

Kulli, steffu82, kahrens, blackstone, blankitxu, Nehilenia, AACI, dieter, Wortwerker, Englishmaster.

Wir gratulieren recht herzlich und freuen uns auf viele Wortspender im neuen Jahr!

Soviel für den Moment,

Thomas

Die meistgesuchten Wörter des Jahres 2007

Eigentlich wollten wir ja schon immer alle einmal wissen, was die Leute so für Suchanfragen bei Yahoo, Google und Co. eintippen. Suchen die anderen auch nach dem eigenen Namen? Oder nach dem Namen einer verflossenen Freundin? Oder etwas versautes (mich sieht ja keiner…)? Endlich haben wir eine Antwort auf diese Frage, denn Yahoo Deutschland hat das meistgesuchte Wort des Jahres 2007 veröffentlicht: “Routenplaner”. Dann kommt (natürlich) das “Wetter”, anschließend “Immobilien”, “Erotik” und “Youtube”.

Routenplaner? Das hätte ich nicht gedacht. Ich hätte eher mit Worten wie “Job”, “Geld”, “Leben” oder “bab.la” (har har!) gerechnet. Aber egal.

Das ist aber erst der Anfang, denn Yahoo hat sich einige Kategorien für die Suchwörter des Jahres ausgedacht. Hier eine verkürzte Liste, die vollständige Liste findet sich in einer lustigen Bildstrecke bei der Süddeutschen Zeitung.

Das meistgesuchte Rezept des Jahres ist: “Nudelsalat”. Auf den Plätzen folgen “Apfelkuchen”, “Rhabarberkuchen”, “Kürbissuppe” und “Pfannkuchen”. Da soll noch einer sagen, die deutsche Küche sei nicht beliebt…

Kommen wir zu den meistgesuchten Politikern. Hier ist das Ergebnis überraschend, denn an Nummer eins liegt “Gabriele Pauli”. Danach folgen “Angela Merkel”, “Edmund Stoiber”, “Horst Köhler” und “Horst Seehofer”. Sollten wir uns eigentlich Sorgen machen, dass kein/e einizige/r Minister/in darunter ist? Das Ergebnis wird einige Politiker sicher in schwere Depressionen verfallen lassen…

Filmstars und -sternchen lassen wir mal aus, da uns dort nur die üblichen Verdächtigen wie Paris Hilton erwarten.

Kommen wir zum Sport. Der meistgesuchte Sportler ist: “Jan Ulrich”. Kompliment, da sorgt jemand für Schlagzeilen, ohne sportlich aktiv zu sein. Auf den Plätzen folgen “Poldi”, “Schumi” und “Schweini”. Ob die sich darüber freuen, dass niemand mehr ihre richtigen Namen zu kennen scheint?

Abschließend noch meine Lieblingskategorie: Der häufigste Vertipper des Jahres. Und das ist: Tschibo.de. Die Domain gehört übrigens Tchibo, die scheinen wohl gemerkt zu haben, dass die Leute ihren Namen nicht schreiben können. Auf den Plätzen folgen: “Suchmaschienen”, “Goggle” und “Ebey”. Zwei Anmerkungen hierzu: 1. Ich mache mir ja keine Sorgen, wenn jemand einen Kunstnamen wie Ebay nicht richtig versteht und ausschreiben kann. 2. Dumme Frage: Warum gibt jemand “Suchmaschienen” (egal ob mit “i” oder “ie”) in einer Suchmaschine ein?

Kopfschüttelnd,

Thomas

iGoogle, Pageflakes & Co. – die bab.la translation box

Ab sofort bieten wir unseren Spielkindern äh technikaffinen Nutzern ein ganz besonderes Schmankerl: Das bab.la Übersetzungswidget. Der Begriff “Übersetzungswidget” ist ein echter Worttrümmer, daher nennen wir unsere Kreation lieber die “bab.la translation box”.

Wer also iGoogle oder Pageflakes nutzt, kann jetzt ganz einfach unsere bab.la translation box auf seine persönliche Startseite einfügen. Eigenlob stinkt, aber: Der Clou an der translation box ist, das man bereits auf der iGoogle oder der Pageflakes Seite bereits nach Übersetzungen suchen kann. Die drei populärsten Übersetzungen werden angezeigt, erst wenn man “mehr” Übersetzungen sehen will, kommt man auf bab.la.

Der Screenshot zeigt das Ergebnis:

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Die Widgets kann der geneigte Nutzer durch einen einfachen Klick auf die entsprechenden Buttons im Wörterbuch installieren:

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Wir wünschen viel Spaß mit den Widgets!

Andreas

P.S.: Ja, das Widget für Netvibes kommt auch bald! 🙂