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Machen Sprachen schlau?

Gute Frage! Schwierige Antwort…

Bis in die 1970er Jahre argumentierten Forscher, dass Zweisprachigkeit zu unterentwickelter Intelligenz führen würde (z.B. Haugen, 1956). Will heißen: Sprachen machen dumm! Aber in solchen Studien wurden offenbar Äpfel mit Birnen verglichen: So wurden nämlich Immigrantenkinder aus den unteren sozialen Schichten im Vergleich mit mittelständischen Einsprachigen untersucht. Für diesen Forschungsansatz würde man heute wohl keinen Doktor mehr bekommen… har har.

Mitte der 1960 Jahre erschien dann erstmals eine Studie, bei der nachgewiesen wurde, dass zweisprachige Kinder bei sprachlichen und nichtsprachlichen Intelligenztests höher abschnitten als einsprachige (Peal & Lambert, 1962), wobei die Kausalität zwischen Zweisprachigkeit und Intelligenz nicht geklärt werden konnte. Will heißen: Bin ich schlau, weil ich zweisprachig bin? Oder kann ich zwei Sprachen sprechen, weil ich schlau bin? Eine knifflige Frage…

Inzwischen hat sich in der Forschung (z.B. Bialystok, 2004) weitestgehend die Ansicht durchgesetzt, dass Zweisprachigkeit eher zu einer leichten Steigerung der kognitiven Fähigkeiten (Aufmerksamkeit, Erinnerung, Lernen, Kreativität) führt. Will heißen: Zweisprachigkeit macht schlau. Das ist doch genau das, was wir hören wollen! 🙂

Fazit: Zweisprachigkeit macht schlau. Verallgemeinert: Sprachen machen schlau. Will heißen: bab.la macht schlau… zumindestens ein bisschen. Ich bin zufrieden. 🙂

Soviel für den Moment

Thomas

Von Soviets und Serviettes

Da kann man sich ja mal vertun. Wer hat das nicht schon mal erlebt: Mit dem besten Schulenglisch ausgerüstet ins Land der Träume gereist und ins nächstmögliche sprachliche Fettnäpfchen getreten. Wir haben ja schon seit längerem eine kleine “inoffizielle Hitlist” von sprachlichen Missverständnissen. Die neue Geschichte von M. ist aber schon etwas besonderes – seitdem wissen wir nämlich, dass es in amerikanischen Fast Food-Restaurants keine Soviets zum bestellen gibt. Danke Dir, lieber M., wir lagen unterm Tisch vor Lachen. 🙂 Habt Ihr weitere Geschichten? Immer her damit: hitlist [at] bab [Punkt] la.

Andreas

Hello! bab.la speaks English

Ab sofort ist die englische Website von bab.la online: http://bab.la/en/index.php. Hinter der kleinen britischen Fahne rechts oben steckt tatsächlich eine ganze Menge Arbeit… Daher freuen wir uns umso mehr auf Euer Feedback!

Andreas, Thomas & Patrick

Pixelio / janvonbroeckel

P.S.: Sekt war gestern! Champagner ist out! Wir feiern die englische Version ganz standesgemäß mit einer Tasse Kaffee aus der neuen Kaffeemaschine unseres Vermieters.

Fremdsprachen im Einsatz

In unserem kleinen Lande singen Mütter heutzutage ja bereits ihre Babys mit englischen Liedern in den Schlaf. In der Krippe und im Kindergarten dürfen sich die Kinder dann mit mehrsprachigen ErzieherInnen herumschlagen. Ich bin zwar nicht so sicher, ob die Kinder das alles wirklich wollen, aber das ist ein anderes Thema…

Die zentrale Nachricht lautet: Fremdsprachen werden immer wichtiger. Das sieht auch eine Studie der Europäischen Union so. Laut dieser Studie können immerhin 56% der befragten EU-Bürger eine Unterhaltung in einer fremden Sprache lernen. Wie stelle ich mir das vor? “One beer, please. Thank you.”

Außerdem ist Englisch Fremdsprache Nummer 1 in der EU: 38% der Befragten sprechen Englisch als Fremdsprache. Der Grande Nation bleibt mit 14% nur der zweite Platz, den Frankreich zu allem Übel auch noch mit Deutschland (ebenfalls 14%) teilen muss…

Und jetzt wird’s spannend: Die EU hat das Ziel ausgegeben, dass jeder EU-Bürger neben seiner Muttersprache auch zwei weitere Fremdsprachen lernen soll. Trifft das auf Zustimmung der Bürger? In Polen stimmen 75% der Befragten mit diesem Ziel überein; in Deutschland nur 36%. Die Schweden wollen mit niemandem reden (nur 27% stimmen zu), obwohl doch die Schweden so gut Englisch sprechen… komisch.

Und zum krönenden Abschluss wurden die Bürger noch gefragt, welche Fremdsprache Kinder lernen sollten. Das Ergebnis ist wenig überraschend: Englisch an 1 (77% der Befragten), Französisch an 2 (33%), Deutsch an 3 (28%) und Spanisch an 4 (19%). Ha, da haben wir den Spaniern mal ganz entspannt die Bronzemedaille aus der Hand gerissen! Und das, obwohl weltweit eindeutig mehr Leute Spanisch sprechen. Und wo bleibt Chinesisch, denn schließlich sollten Kinder ja die Hinweise auf ihren Barbie-Puppen lesen können?

Genug des unnützen Wissens – soviel für den Moment.

Thomas

Die Weltrangliste

Gute Neuigkeiten für alle bab.la Nutzer: Eure Mühen werden endlich belohnt!

Wir haben eine Weltrangliste (ein schnödes User Ranking wäre ja langweilig :-)) aufgebaut, um unsere fleissigsten Nutzer zu belohnen. Die Weltrangliste berechnet sich nach folgender hochkomplexer Logik: Für Übersetzungsvorschläge gibt es 2 Punkte, für das Prüfen von Übersetzungen 1 Punkt und für eigene Tests 3 Punkte je Testfrage.

Wir wünschen viel Spaß im Kampf um die “Champions League Plätze” in der Weltrangliste und danken außerdem herzlich für Eure Mitarbeit!

Soviel für den Moment,
Thomas

Wort des Monats August: Hufeisennase

Wir bei bab.la bezeichnen alles, was mindestens zwei Mal gemacht wird, leichtsinnig als Tradition. Deshalb küren wir nun schon traditionell bab.las Wort des Monats. (Wir berichteten bereits exklusiv über das Wort des Monats Juli).

Für den August haben sich dabei folgende Kandidaten angeboten:
– die bislang eher unbekannte “Hufeisennase” (dieses süße kleine Geschöpf hat immerhin den Bau der Elbbrücke bei Dresden verhindert…)
– die “Subprime-Krise” (die mindestens eine deutsche Bank in die Existenzkrise getrieben hat, auf Vorschlag unseres Nutzers Gerhard – vielen Dank an dieser Stelle dafür)
– der “Notverkauf” (der SachsenLB – hört sich sich ein bisschen an wie die Notschlachtung von BSE-gebeutelten Rindern…)
– die “Herdprämie” (ein im Sommerloch gerne genutzter Begriff für einen geplanten Zuschuss an Eltern, die ihre Kinder zu Hause selber versorgen)

Nach einer absolut repräsentativen Umfrage in unserem Büro gewinnt (Trommelwirbel): die Hufeisennase. Herzlichen Glückwunsch!

Soviel für den Moment.
Thomas

P.S. Vorschläge zum Wort des Monats September werden wie immer hier von unserer Glücksfee (Thomas) entgegen genommen.