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Sprachl. Abgründe: Honorificabilitudinitatibus!

Soso, was man bei Wikipedia nicht so alles findet… 🙂

Honorificabilitudinitatibus (ich kann es nicht schreiben, ich muss es in den Text kopieren) ist offenbar ein mittelalterliches Wort, seinerzeit von W. Shakespeare in einer Komödie (für die Streber noch der Titel: Love’s Labour’s Lost) verwendet.

Interessanterweise erlangte das Wort in der englischsprachigen Welt eine gewisse Bedeutung, obwohl ich sicher bin, dass es fast niemand aussprechen konnte. Sprachliche Abgründe eben…

Und abschließend noch eine Portion unnötiges Wissen:

1. Mit 27 Buchstaben ist es das längste Wort im Werk Shakespeares. Wirklich eine tolle Info!

2. Die grammatikalische Form des Wortmonsters ist der Ablativ Plural des Wortes honorificabilitudinitas.

2. Übersetzt heißt das Ungetüm übrigens: „Fähigkeit, Ehre zu erringen“. Na bitte, kurz und knackig auf den Punkt gebracht.

Manchmal mag ich sie einfach, die deutsche Sprache…

Thomas

Beta-Blogger

bab.la ist im (Closed) Beta-Test angekommen – und wir gratulieren uns hier jetzt mal vorsorglich selbst (für den Fall, dass das Feedback vernichtend ausfällt…) .

Wir sind sehr gespannt auf Euer Feedback. Her mit Euren Anregungen, Wünschen, Kommentaren, Kritik! Andreas, Patrick und Thomas warten auf Eure Zeilen.

Thomas

Sprache lebt: Das Wort des Jahres!

Wörter gehören zur Sprache wie der 1. FC Köln in die Bundesliga. Und weil die Sprache ebenso quirlig ist wie Mehmet Scholl zu seinen besten Zeiten, werden ständig neue Worte erfunden.

Seit 1972 gibt die Gesellschaft für deutsche Sprache (oha!) das Wort des Jahres als eine Art sprachlichen Jahresrückblick heraus. Meine Highlights aus den letzten 37 Jahren sind:

1978: konspirative Wohnung (das ist inzwischen wohl aus unserem aktiven Wortschatz gefallen…)

1980: Rasterfahndung (hey, manche Wörter kommen wieder)

1984: Umweltauto (heute wohl eher: Hybridauto)

1988: Gesundheitsreform (da gab es wohl schon mal eine “endgültige” Gesundheitsreform)

1989: Reisefreiheit (toll!)

1991: Besserwessi (da muss ich Schmunzeln…)

1995: Multimedia (kurz vor web 1.0)

1997: Reformstau (die späten Jahre des Helmut K.)

2000: Schwarzgeldaffäre (wieder Helmut K.)

2003: Das alte Europa (wahrscheinlich das erste deutsche Wort des Jahres, das eigentlich von einem Amerikaner erfunden wurde)

2004: Hartz IV (warum nicht Unwort des Jahres?)

2006: Fanmeile (natürlich!)

2007: web 2.0 (kleiner Scherz, wir werden sehen…)

Soviel für den Moment.

Thomas

Man spricht Deutsch!

Also gut, wenn sich bei uns schon alles rund um das Thema Sprachen dreht, dann sollten wir auch mal etwas über die Sprachen erzählen. Beginnen wir mal mit Deutsch. Unsere schöne Muttersprache ist nicht nur für den Rest der Welt häufig ein Buch mit sieben Siegeln, sondern auch die Muttersprache von immerhin ca. 100 Mio. Menschen. Nicht schlecht soweit…

Weitere interessante Fakten: Deutsch ist nicht nur Amtssprache in Deutschland (ach!), Österreich und der Schweiz,  sondern auch in Luxemburg, Liechtenstein, Trentino-Südtirol, Belgien (aha!) sowie in der Stadt Sopron  (Ungarn) und im Verwaltungsbezirk Oppeln (Polen)!

Die deutsche Sprache wird übrigens nicht erst seit der Anglizismen-Schwemme von fremden Sprachen beeinflusst. So hat z.B. der “Allgemeine Deutsche Sprachverein” zu Beginn des 20. Jahrhunderts eigens deutsche Wortschöpfungen für bestimmte Wörter kreiert. Erfunden wurden u.a.: Landstraße (für: Chaussee), Schaffner (für: Kondukteur) oder Fahrschein (für: Billet). Aha, damals hat man im ICE also ein Billet beim Kondukteur gekauft.

So, und zum Abschluss noch eine Portion unnötiges Wissen. Die Top 10 der am häufigsten genutzten deutschen Wörter lautet:

“der, die, und, in, den, von, zu, das, mit, sich”

Aha! Na dann…

Thomas

Weltweit gibt es 6.500 bis 7.000 gesprochene Sprachen

Exakt sollen es wohl 6.912 Sprachen sein. Aber wer kann das schon so genau sagen? Da haben wir ja noch ganz schön etwas vor, wenn wir das weltweit größte Wörterbuch bauen wollen. In anderen Worten: Two down, 6.910 to go.

 Andreas

16.000 Wörter am Tag

… soviel spricht ein durchschnittlicher Mensch am Tag. Habe das gerade in einer US Studie gelesen (mehr hier). Interessant: Frauen und Männer sprechen gleich viel. Tja Männer, eine Ausrede weniger, so maulfaul durch die Welt zu laufen. Wenn man das jetzt mal mit den großen Online-Wörterbüchern vergleicht, kommen die auf so ca. 400.000-500.000 Übersetzungen. Da müsste der durchschnittliche Mensch über einen Monat reden, um alle Wörter mal auszuprobieren.  Aber der aktive Wortschatz eines Menschen liegt ja durchschnittlich bei “nur” 60.000 Wörtern. Reichen also doch nur etwas mehr drei Tage und dann ist alles gesagt 🙂

 Andreas